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Alte Städte

Alte Städte in Bulgarien

Alte Festungsmauern Zeugen einer bewegten Vergangenheit

Um für die Architektur und die Geschichte Bulgariens ein besseres Verständnis zu gewinnen, sollte man zu allererst die historischen Zusammenhänge begreifen:
Die bulgarische Nation hat sich im 7. und B. Jahrhundert herausgebildet, nachdem die Proto-Bulgaren - ein kriegerisches Nomadenvolk, gekommen aus den Steppen Zentralasiens - die slawischen Stämme in der Donauebene zur Eroberung von Südosteuropa führten. Die Gründer des bulgarischen Staates haben in den Gebieten der Balkanhalbinsel die Reste eines tausendjährigen Erbes von Thrakern, Römern und Byzantinern vorgefunden und übernommen und schmolzen und gossen sie in ihre eigene Form. Bald begannen sie, eigenständige städtische Bauten und Kultstätten zu errichten.

Historischer Baustil Abseits des Touristenrummels auf Nessebar

Das Erste Bulgarische Reich, schon bald ein orthodox-christliches, entwickelte sich bis zum 11. Jahrhundert als Zentrum der slawischen Kultur und Geistigkeit, obgleich das Byzantinische Imperium wiederholt sein Haupt aufs neue erhob. Zu jener Zeit herrschte Bulgarien über weite Regionen, die sich vom Schwarzen Meer bis zum Adriatischen Meer, von den Karpaten bis zur Ägäis erstreckten.
Anhand der wenigen erhalten gebliebenen Werke aus dieser Periode kann man erfahren, daß der bulgarische Malereistil im 9. und 10. Jahrhundert entstanden ist und seine Reife zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erreichte.

Nur die Grundmauern sind von dieser Kirche zu sehen

Während des 12. Jahrhunderts kämpfte sich die lokale Aristokratie erneut frei von Konstantinopel und stellte im Zweiten Bulgarischen Reich den alten Ruhm wieder her. Doch der Expansionsdrang des Osmanenreiches im 14. Jahrhundert leitete für Bulgarien ein 500 Jahre dauerndes osmanisches Regierung ein. Während dieser Zeit wurden alle vorherigen Erungenschaften zerstört. Die Osmanen eroberten die gesamte

Gepflegte Traditionen Bei Festivals oder Touristen-Aufführungen

Die Herausgabe der Slawisch-Bulgarischen Geschichte durch den Klosterherrn Paissij von Chilendar war der erste Aufruf zur nationalen Besinnung der zu Sklaven gemachten Bulgaren, was letztlich zu wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und nationalen Aktivitäten führte. Die alten Traditionen, Kunst und Handwerke lebten wieder auf, eine neue bulgarische Literatur und das Theater entstanden, Wohnhäuser, öffentliche Bauten sowie Begegnungsstätten wurden gebaut und widerspiegelten die neuen ästhetischen und künstlerischen Ideale dieser Zcit - bekannt als Nationale Wiedergeburtszeit.

Koprivstitza Zeugnis bewegter Vergangenheiten

Abgesehen von bestimmten, verschiedenartigen Differenzen, hatte die Zeit der Nationalen Wiedergeburt während des 18./19. Jahrhunderts in den Städten und Dörfern etwas Einheitliches: die Sehnsucht nach Schönheit im alltäglichen Leben.
Dies blieb bis heute offensichtlich in den engen Kopfsteinpflastergassen, gesäumt von schweren, eisenbeschlagenen Toren, hinter denen märchenhafte Häuser stehen, mit bemalten Fassaden, vorgebauten Erkern, Holzbalkonen und -veranden, bunten Markisen, schönen Gärten, ausgelegt wie mit einem Teppich von wilden Blumen. Läufer und Teppiche in einer Unzahl von Farben schmücken die Böden, Wände, Fensternischen, und die luftigen, großräumigen Zimmer strahlen das Gefühl von Ruhe und Frieden aus.

Historische Gebäude Der Zahn der Zeit nagt weiter daran

Balkanhalbinsel, und die endgültige Abhängigkeit Bulgariens von der Osmanenherrschaft hatte auf die künftige Entwicklung des Landes drastische Auswirkungen. Der bulgarischen Kunst und Architektur wurden unter dem Osmanen Regierung keinerlei Entwicklung gestattet. Lediglich der tief eingeprägte nationale Geist der Bulgaren sicherte, dass die Sprache, die Religion und die Sitten weiterlebten.

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